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Aus der Stille Kraft schöpfen

Aug 10, 2016 at 5:30 AM PST

Tag für Tag reisen wir auf der Gedankenautobahn in 1.000 verschiedene Welten, nehmen diese und jene Abzweigung, bleiben jedoch genau da, wo wir sind und kommen natürlich auch nirgends an. Selten sind wir uns dieses steten Denkprozesses bewusst.

Gestern und Morgen sind dabei Start, Ziel und Aufenthaltsort dieser Reise in einem. Solange wir weiterhin im Gestern und im Morgen verharren, und nicht im Jetzt leben, bleibt dies auch so. Denn nur das Jetzt ist verkehrsfreie, sprich gedankenlose Zone. Und sind die Gedanken still, dann blühen wir auf. Doch in der Regel verzweigt sich die „Googlemap der Gedanken“ in unserem Kopf immer weiter, ohne dabei irgendeiner Logik zu folgen: „Ach, das hätte ich anders machen sollen. Oh je, das habe ich nicht gut gelöst. Um Himmels Willen, was denken jetzt nur die Leute von mir? Was wird wohl morgen sein? Hoffentlich machts mein Auto noch bis zur Arbeit” etc. So oder so ähnlich der Wortlaut unserer Gedanken, die das zum Inhalt haben, was bereits vergangen ist oder unter Umständen erst noch kommt. Unser Geist steht nie still. Doch was tun? Wie werden wir der Gedankenflut Herr?

Mit Meditation und Sudarshan Kriya zu innerem Frieden

Meditation und Atemübungen beruhigen den Geist.

Meditation beruhigt den Geist. Bild: Art of Living

Vor einigen Jahren war ich genau an diesem Punkt angelangt: gestresst, ohne Power, ausgelaugt von Leistungsdruck und stets zunehmendem Arbeitsvolumen. Selbst Zuhause führte ich im Geist noch Gespräche mit irgendwelchen Arbeitskollegen, im Grunde rund um die Uhr. Die Zügel hatte ich längst nicht mehr in der Hand, mein Geist hatte mich voll im Griff. Es musste etwas geschehen, das war klar. „Versuch und Irrtum“ lautete das Motto der darauffolgenden Zeit: von Quantenphysik bis hin zum Schamanismus bin ich auf diese Weise mit vielen Feldern in Berührung gekommen. Frieden hat mir das alles nicht gebracht.

Schließlich nahm mich eine Bekannte mit zu einem Kurs von Art of Living, wo ich lernte, was es bedeutet, mittels einfacher Atemtechniken und Meditation Ruhe zu finden und in meine eigene Stille einzutauchen. Damals besuchte ich den Kurs „Die Kunst des Atmens“, das heutige Happiness Programm. Kernstück des Kurses ist die Sudarshan Kriya, eine meditative Atemtechnik, die Körper und Geist von Stress befreit und damit inneren Frieden ermöglicht. Der Kurs lehrte mich, wie ich immer wieder ins Jetzt kommen kann, die einzige Zeit, in der wir wahrlich leben.

Nach dem ersten Kurstag, als ich im Zug nach Hause fuhr, hatte ich das Gefühl, rundum aufzutauen. Meine Hände schmerzten, als ob ich nach stundenlangem Aufenthalt im Schnee wieder ins Warme gekommen wäre. Das Eis, das mich jahrelang fest umschlossen hatte, begann zu schmelzen. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, keine Situation, welcher Art auch immer, könne mir etwas anhaben. Ich war völlig entspannt und gelassen. Erstaunlich! Jeder hat natürlich seine eigenen Erfahrungen, bewusst oder unbewusst. Das war meine.

Im Jetzt leben

Die Sudarshan Kriya praktiziere ich mittlerweile seit gut fünf Jahren täglich. Sie vermittelt mir Stabilität und gibt mir Kraft. Stress gibt es natürlich auch weiterhin in meinem Leben, manchmal überrollt er mich auch. Aber ich komme sehr schnell wieder aus diesen Situationen heraus, nicht zuletzt deshalb, da mir die Prozesse dahinter immer bewusster werden. Mittels Atemtechniken und Meditation habe ich gelernt, meine Gedanken zu beobachten, statt ihnen die Zügel zu überlassen.

In uns allen steckt so unendlich viel Liebe und Kraft. Werden wir still und sind ganz bei uns, dann können wir diese Kraft schöpfen und andere daran teilhaben lassen. Immer jetzt, stets aufs Neue!

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Dr. Stephanie Egger

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