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Meditation und die Liebe

Jun 22, 2015 at 7:07 AM PDT

Liebe ist kein Gefühl. Liebe ist das, was Du bist.(An Intimate Note to the Sincere Seeker, vol. 3, 43)

Liebe ist kein Gefühl, sie ist nur ein Schatten dessen, was wir wirklich sind“, ergänzt Sri Sri Ravi Shankar in einem seiner vielen Vorträge seine obige Aussage. Das muss man erst einmal verdauen, denn ist nicht unsere ganze Realität samt Medien und Co. auf der Liebe als Schmonzette und Herzensdrama aufgebaut? Was wäre allein die Filmindustrie, wenn sie nicht mit dem Gefühl der Liebe arbeiten könnte? Nichts.

Sicherlich: Wir fühlen Liebe, Hass, Schmerz, Kummer, Traurigkeit, Dankbarkeit… Doch das, was wir fühlen, ist ein Teil der Realität, in der wir uns täglich bewegen, ein Teil der „Außenwelt“, einer Welt, die vergänglich ist. Liebe ist das, woraus wir gemacht sind, sie ist immer da, d. h. sie vergeht nicht, die Zeit kann ihr nichts anhaben. Das können wir am Besten erkennen, wenn wir wahrnehmen, wie sich um uns herum alles verändert, wir aber das Gefühl haben, immer die gleichen zu sein. Das, was gleicht bleibt, ist der Beobachter, ist das, was war, ist und immer sein wird. Das ist unser Selbst. Doch erst einmal zurück zum Gefühl.

Oft ist es schon schwer, zumal für mich, überhaupt ein Gefühl wahrzunehmen, geschweige denn die Liebe als Sein zu erkennen. Nicht selten scheint alles in mir taub zu sein, und außer dem puren Atem und einem ratternden Denkapparat ist nichts vorhanden.

Doch zum Glück gibt es die Meditation, die mir jeden Tag aufs Neue zeigt, welche Ruhe und Kraft in mir liegt. Ich lerne auf diese Weise, mit mir zu sein, mich so zu nehmen, wie ich bin. Auch fühliger bin ich auf diese Weise geworden. Nicht nur in Bezug auf mich, sondern allem und jedem gegenüber.

Doch Gefühl ist, wie oben erwähnt, nur ein kleiner Teil des Seins, das wir alle sind. Dieses Sein ist die Liebe. Liebe als Sein ist für mich ein gigantischer Magnet. Sind die Kanäle einmal offen und geht man mithilfe regelmäßiger spiritueller Übungen, wie Yoga, Atemtechniken und Meditation, immer noch ein wenig achtsamer mit sich und der Welt um, dann wird man sich bewusst, dass das magnetische Feld der Liebe überall und zu jeder Zeit aktiv ist. Überall und zu jeder Zeit ist dieses Feld als Selbst aktiv und zieht alles magisch zu sich. Wie ein Magnet eben.

Ein BAoL-Meditation-Liebe-Gefühl-Sein3eispiel: Ihr lauft durch die Straßen einer Stadt und spürt jede kleine Pflanze hinter jedem Fenster. Sie strahlen eine magnetische Kraft aus, die Ihr umso mehr wahrnehmt, je feinfühliger Ihr im Rahmen Eurer Übungen werdet. Oder Ihr geht im Wald spazieren und werdet Euch gewahr, dass jeder Baum Euch zu sich zieht, Euch still umarmt.

Und gleichzeitig ist es doch so, dass nichts und niemand jemals irgendwohin gezogen wird, denn die Liebe selbst ist dieses magnetische Feld. Liebe, die sich mannigfaltig in vielen Formen manifestiert. Die Liebe spielt ihr wunderbares Spiel genannt Leben. Sie ist in sich selbst verliebt und bringt dies in zahlreichen Spiegelungen zum Ausdruck. Leise, ja unhörbar durchzieht Ihr Laut – OM – das Universum und singt uns das Lied von der Liebe, die wir alle sind. Ihre magnetische Kraft wirkt allenthalben:

  • Ein Vogel, der vom Baum angezogen wird und dort Zuflucht findet. Hier baut er sein Nest.

  • Die Wurzeln des Baumes, die fest in der Erde verankert sind, um von ihr genährt zu werden.

  • Ein Käfer, der unter einem Grashalm Schutz sucht.

  • Eine Blume, die die Biene anzieht, um sich selbst fortpflanzen zu können.

  • Ein Mensch, der sich angezogen fühlt von diesem Baum, diesem Käfer, diesem Grashalm, dieser Blume und dieser Biene…

Ja, dieser Planet, auch er hält alles fest zusammen. Ein riesenhafter Magnet, der uns nährt und eine Heimat gibt. Wie sagt Sri Sri so schön: „Liebte uns die Erde nicht, würden wir alle frei im Raum schweben.“ Und doch ist auch die Erde Ausdruck einer unsagbaren Liebe als Sein, ein Geschenk der Liebe an uns alle und letztlich an sich selbst, bedenkt man, dass nur die Liebe wahrhaft IST.

Sind die eigenen Kanäle erst einmal weit offen, und Meditation ist ein Weg, der uns definitiv sensibler und mitfühlender macht, dann nehmen wir der Liebe Spiel in ihren unzähligen Formen immer intensiver wahr. Liebe ist kein Gefühl. Liebe ist das Sein. Wie ein Magnet kann sie gar nicht anders und zieht alles in ihren Bann. Auf diese Weise verbindet sie alles mit allem und wird zu dem Ganzen, das sie immer schon ist.

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Dr. Stephanie Egger

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