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Mit Yoga zum Glück

Jun 15, 2015 at 7:52 AM PST

Ein Streben, das allen Wesen gemeinsam ist, ist das Streben nach Glück. Jeder will es, jeder sucht es. Doch früher oder später gelangen wir an einen Punkt, da wir erkennen, dass wir dieses Glück nicht in Dingen finden, die wir mit unseren Sinnen erfahren. Zumindest ist diese Art von Glück nicht dauerhaft. Geht ein Wunsch in Erfüllung, kommt schon der nächste. Wie im Hamsterrad rennen wir weiter und weiter in dem Glauben, irgendwann komme er schon, der ultimative Glückszustand, in dem wir dann verweilen können. Und wie der Hamster merken wir nicht, dass das Rad weder Anfang noch Ende hat. Das ist wie mit der Freude aufs Wochenende: Freitags gehen wir voller Vorfreude und Erleichterung ob der geschafften Woche nach Hause, nur um im selben Augenblick wieder im Büro am Schreibtisch zu sitzen oder an unserer Werkbank zu stehen. Die Zeit dazwischen kommt uns vor wie ein Traum. Ja in der Regel merken wir nicht einmal, dass wir uns in einem permanenten „Traumzustand“ befinden. Wir laufen und laufen in unserem Rad. Doch das wird uns selten bewusst.

Es ist bereits ein großes Glück, zu der Erkenntnis zu gelangen, dass es im Außen, der materiellen Welt, nichts gibt, das anhaltend glücklich macht. Denn alles auf der Welt ist vergänglich, auch das Glück, das wir in den Dingen zu finden glauben. Bei mir waren es schwere Depressionen in Kombination mit Burn-out, die mich an diese Weggabelung führten. Ein Glück, sage ich heute, auch wenn der Weg sicherlich nicht einfach war (und ist).

Was ist also Glück? Gibt es dauerhaftes Glück überhaupt? Zunächst einmal hatte ich das Glück, mit Art of Living und damit Sri Sri Ravi Shankar in Berührung zu kommen. Hier sind es nicht nur die spirituellen Übungen, wie Yoga, Meditation und Atemtechniken, die mir Kraft geben und Zufriedenheit vermitteln. Auch das tiefe spirituelle Wissen, wie es von Sri Sri weitergegeben wird, hat tiefe Wurzeln geschlagen und ist zum festen, Glück spendenden Teil meines Lebens geworden.

Über Yoga und spirituelles Wissen erleben wir bei regelmäßiger Praxis, dass wir selbst Glück sind. Das ist auch der Grund, warum wir im Außen, also in der vergänglichen Welt, kein dauerhaftes Glück finden. Denn was könnte es geben, das dem Glück Glück vermittelt? Richten wir unsere Sinne durch Übung der Achtsamkeit, Meditation etc. nach innen, dann erfahren wir Augenblicke des Glücksgefühls, die an nichts gebunden sind. Sie entspringen aus unserem tiefsten Innern und haben weder Ursache noch Ziel. Sie sind bedingungslos. Das ist die bedingungslose Liebe, aus der wir alle entspringen, ja die Liebe, die wir alle sind.

Im Alltag sind wir so sehr mit unseren Gedanken, Aufgaben und Sorgen beschäftigt, dass wir diesen unseren Kern nicht mehr erkennen. Sie umhüllen ihn wie einen Schleier. Yoga, Meditation und Atemübungen ebenso wie spirituelles Wissen sind dazu da, diesen Schleier Stück für Stück zu lüften, indem sie unsere Gedanken beruhigen, Gelassenheit und Ruhe vermitteln und uns achtsamer auf uns selbst und die Welt blicken lassen. Unser Mitgefühl mit uns selbst und anderen wächst, wir werden feinfühliger, während wir gleichzeitig immer besser dazu in der Lage sind, im Jetzt zu sein und Gedanken an gestern und morgen loszulassen. Tatsächlich liegt der Fokus auf dem SEIN an sich. In Augenblicken tiefer Meditation erfährt man dieses Sein: Man IST ganz einfach, Zeit und Raum lösen sich auf, wenn auch nur für den Bruchteil einer Sekunde. Dann gilt einfach nichts mehr, man ist pulsierendes Leben ohne Konvention, ohne Identifikation, ohne Beschränkung, ohne Anhaftung. Das ist für mich Glück.

Doch nicht nur Art-of-Living-Yoga-Glück2die Meditation vermittelt dieses Glücksgefühl. Es gibt viele kleine (und doch so große) Dinge im Leben, die spontanes Glücksgefühl hervorrufen, einfach nur, weil wir im Moment sind und diesen Augenblick bewusst (er)leben. Sich am Selbst zu erfreuen und damit pures Glück, also sich selbst, zu erfahren, bedeutet für mich, dass alle Schleusen zu meinem Herzen weit offen sind. Schaut Euch einfach nur die Bäume an, die ihre ersten Knospen tragen, einfach nur deshalb, damit wir uns daran erfreuen! Doch zumeist sehen wir sie gar nicht. Oder eine Fliege, die sich auf Euer Knie setzt und die erste Frühlingssonne genießt, so sehr in Trance, dass sie sogar Eure Berührung akzeptiert. Auch das ist etwas, dass das Herz zum Überfließen bringt. Jeder Grashalm und jede Frühlingsblume, wie sie sich auf einer Wiese „bunt zusammentun“, sind für mich Grund, hier und da eine kleine Träne zu verdrücken. Oder der mächtige Tannenbaum, der neben Euch in die Höhe ragt, als ob er sagen würde, „fürchtet Euch nicht, ich pass’ auf Euch alle auf“, auch er vermittelt pure Freude, die Herz und Geist mit Dankbarkeit erfüllt. Ein kleiner Molch, der verzückt vor Euch im Teich hin und her schwimmt, sorgt für Gänsehaut am ganzen Körper und zeigt, wie zart und zerbrechlich das Leben doch ist. Das Zwitschern der Vögel ebenso wie das Summen und Brummen der Insekten um Euch herum geben Euch das Gefühl, beschützt zu sein wie ein Baby im Mutterleib. Eine sanfte Brise umschmeichelt Eure Haut, wie eine Mutter, die ihr Kind liebkost. Und wieder wird das Herz weich. Das Lachen von Menschen, das Euer Herz höher schlagen lässt, weil Ihr Euch mit ihnen freut. Ihr hört jemanden weinen, und auch Euch laufen die Tränen die Wangen herunter, denn Ihr fühlt den Schmerz mit. Auch das ist Glückseligkeit.

Jeden Moment mit all seinen Schätzen intensiv zu erleben, bewusst alles um Euch herum in seiner unmittelbaren Präsenz wahrzunehmen, das bedeutet, Euch selbst wahrzunehmen, Euer Selbst, wie es brummt und summt, durch die Luft wirbelt, blüht, weint, lacht, erstrahlt, kichert… um Euch herum und in Euch selbst.

Den Augenblick bewusst wahrzunehmen, macht so unglaublich weich und zart und gleichzeitig erfahrt Ihr Euch in Eurer vollen Kraft. Ihr erlebt unmittelbar, dass (und wie) alle Wesen auf ihre ganz besondere Weise mit Euch kommunizieren. In diesen Augenblicken herrscht Harmonie, und die Welt ist eins mit sich.

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Dr. Stephanie Egger

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