Mit Yoga, Meditation, Weisheiten…das Leben in seiner Vielfalt und Schönheit feiern!

Mit Yoga, Meditation, Weisheiten…das Leben in seiner Vielfalt und Schönheit feiern!


Home  › Yoga @de › Spirituelle Praxis und Selbsterkenntnis 

Newsletter abonnieren

Erhalte eine Zusammenfassung der Beiträge direkt in Deine Inbox

Kurse die Dir gefallen könnten:

    There are no Courses in this post

Popular Posts


Spirituelle Praxis und Selbsterkenntnis

Jan 14, 2016 at 4:49 AM PST

Der Geist ist der Same dieser Illusion, genannt Welt. Der Geist ist es, der die falsche Vorstellung von „ich“ und „meins“ schafft (…) Ziele oder Beweggründe allein sind der Same dieser Erscheinung, genannt Welt. (…) Ich ringe ihn nieder diesen Dieb (den Geist), der mir meine Weisheit stahl. (…) jetzt strebe ich nach Selbsterkenntnis. (König Janaka in Yoga Vāsishtha, 23. Mai)

Viele Jahre habe ich mit mir gerungen und zu verstehen versucht, was damit gemeint sein könnte, dass diese Welt eine Illusion ist. Stundenlang stand ich draußen in der Natur, habe auf die Bergkulisse vor mir geblickt und mich gefragt, was an all dem um mich herum Illusion ist, wenn es mir doch so real erscheint. Im Hinduismus ebenso wie in anderen spirituellen Traditionen spricht man von Maya. D. h. alles, was messbar ist, damit also alles, was unser Leben in dieser Welt ausmacht,  ja unser Leben selbst, ist eine Illusion. Eine Illusion deshalb, da es der Veränderung unterliegt und somit keinen Wahrheitsanspruch hat. Alles kommt und vergeht in einem ewig wiederkehrenden Kreislauf; alles oszilliert zwischen Schöpfung und Verfall. Die Jahreszeiten in unseren Breiten sind hierfür das beste Beispiel.

Auch Gedanken kommen und gehen. Gefühle kommen und gehen, Absichten kommen und gehen. Sie werden geboren und sterben, wenn man so will. Welche Gedanken kommen und wann, darauf haben wir keinen Einfluss. In diesem Sinne haben auch das Ego und der Geist keine eigene Existenz. Nichts Substanzielles kann aus ihnen entstehen. Sie schaffen lediglich eine anhaltende Illusion von Realität und betrügen damit letztlich sich selbst.

Das Streben nach Selbsterkenntnis, d. h. sich zu fragen, wer bin ich überhaupt und was ist die Realität, wenn nicht das, was mich umgibt, ist ein riesiger Schritt auf dem spirituellen Weg. Gleichzeitig ist es jedoch so, dass man Selbsterkenntnis nicht erlangen kann, „nur“ weil man die Absicht dazu hat. Denn die Absicht selbst ist Teil des Ego, das uns als Schutz dient, indem es zum Beispiel Angstgefühle in gefährlichen Situationen auslöst oder uns im Alltag hilft, uns zu behaupten. Doch auch das Ego ist Teil dieser Weltillusion und damit per se nicht existent. Wie der spirituelle Lehrer Sri Sri Ravi Shankar sagt, ist das „Ablassen“ von Absichten, Wünschen und Begehrlichkeiten eine Frage des Karma und auch göttlicher Gnade. Teil dieser göttlichen Gnade ist es für mich auch, einen Guru zu finden, der einen auf dem Weg der Selbsterkenntnis begleitet. Wobei Karma und göttliche Gnade hier beide eine entscheidende Rolle spielen.

Sri Sri Ravi Shankar

Sri Sri Ravi Shankar

Karma und Resonanz

Kürzlich habe ich mich mit ein paar Leuten darüber unterhalten, warum Menschen immer wieder in die gleichen Situationen geraten. Warum sie beispielsweise immer wieder den gleichen Typ Mensch in ihr Leben ziehen. Einerseits, so unsere Schlussfolgerung, ist das eine Frage der Resonanz, d. h. wir ziehen all das in unser Leben, was die gleiche Wellenlänge hat. Auf der anderen Seite ist es im spirituellen Sinne auch eine Frage des Karmas und von Emotionen, wie Angst oder Begehrlichkeiten, die damit in Verbindung stehen. Tatsächlich kann man Resonanz und Karma wohl nicht voneinander trennen. Umso schöner ist es zu wissen, dass spirituelle Übungen, wie Meditation und bestimmte Atemtechniken, so zum Beispiel die Sudarshan Kriya, unser Energieniveau steigern und damit einen entscheidenden Einfluss darauf haben, welche Personen in unser Leben treten. Senden wir positive Schwingungen aus, dann treffen wir auch verstärkt auf positiv eingestellte Menschen.

Auch ich gerate in meinem Leben immer wieder in Situationen, die mir wie Abziehbilder aus der Vergangenheit vorkommen. Ich scheine in einem ewigen Kreislauf gefangen, aus dem ich nicht entkommen kann, selbst wenn ich die Vorgehensweise ändere. Hier ist Geduld gefragt und auch Beharrlichkeit, was die spirituelle Praxis anbelangt. Muskeln baue ich ja auch nicht an einem Tag auf. Ausdauer ist also in jedem Fall wichtig. Nicht zu unterschätzen das spirituelle Wissen, das mir immer wieder Kraft und Zuversicht schenkt.

Ich habe lange gebraucht, um zu erkennen, was es bedeutet, einen Guru oder spirituellen Lehrer zu haben. Mir scheint, dass es eines „Mediums“ bedarf, um zu sich selbst und der eigenen göttlichen Natur zurückzufinden. Also hat mir das Leben mit Sri Sri Ravi Shankar und den Übungen, die Art of Living in ihren Kursen vermittelt, das größte Geschenk gemacht, das ein Mensch bekommen kann: Ich darf zu mir selbst zurückkehren. D. h. nicht, dass der Weg nicht steinig ist, aber er ist da, und mit jedem Tag werden die Schritte fester und das Herz weiter. Das ist göttliche Gnade, glaube ich, jenseits aller Gedanken, Konzepte und Wünsche.

Für all diejenigen, die noch nicht erlebt haben, was Meditation bedeutet, gibt es am 17. Januar 2016 um 15.30 Uhr die einmalige Möglichkeit, unter dem Motto „One World, One Meditation“ bei einer geführten Meditation mit Sri Sri Ravi Shankar auf Facebook dabei zu sein.

The following two tabs change content below.

Dr. Stephanie Egger

Comments

comments