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Sudarshan Kriya, Atem des Glücks

May 26, 2015 at 10:05 AM PST

Wenn wir Glück haben, kommen wir irgendwann im Leben an einen Punkt, an dem wir zu grübeln beginnen, ob die tägliche Routine und das, was wir (vermeintlich) erreicht haben, der Grund dafür sein kann, dass wir auf der Welt sind. Ich nenne das Glück, denn in dem Moment, da wir zu grübeln beginnen, haben wir uns schon auf die Sinnsuche und damit die spirituelle Reise begeben. Ein neues Kapitel in unserem Leben öffnet sich. Wir treten die Reise zu uns selbst an, der Quelle unseres Seins.

Auf dem Weg tauchen Fragen auf, die da lauten: „Was will ich vom Leben?“ „Bin ich glücklich, und falls nicht, warum nicht, und wie werde ich glücklich?“ „Hat mein Leben oder das Leben an sich einen Sinn?“ All diese Fragen beinhalten im Grunde nichts anderes, als die Suche nach dem, was hinter dem Leben steckt, woher es kommt und wohin es geht. Früher oder später kommen wir an den Punkt, an dem wir uns fragen: „Wer bin ich?“

Vor ein paar Jahren begann meine spirituelle Reise genau so. Obwohl ich damals wohl nie auf die Idee gekommen wäre, es so zu nennen. Herz und Kopf passten einfach nicht mehr zusammen. Ich spürte, dass in meinem Leben etwas völlig schief lief. Dann – endlich – war es soweit: Ich kündigte meinen gut dotierten Job, einfach so, ohne doppelten Boden oder Ass im Ärmel. Das Gefühl der Erleichterung war immens. Ich fühlte mich, als ob ich das erste Mal in meinem Leben so richtig verliebt wäre. Ja, verliebt in das Leben, denn ich fühlte mich nach langer Zeit endlich frei.

Die Jahre, die darauf folgten, waren alles andere als ein Spaziergang. Ich wusste einfach nicht, wo ich anfangen sollte, da mir damals auch gar nicht klar war, dass ich nicht nur meinen Job gekündigt hatte. Mein ganzes Leben sollte eine drastische Veränderung erfahren. Das einzige, was ich wusste, war, dass ich etwas finden musste, das Herz und Kopf gleichermaßen berührt.

Um ganz ehrlich zu sein, habe ich auch jetzt immer noch nicht DEN ultimativen Traumjob gefunden, das heißt einen Job, der mein Hirn fordert und mein Herz höher schlagen lässt. Aber auf meinem Weg, den ich jetzt schon seit fast fünfeinhalb Jahren beschreite, habe ich so einiges über mich selbst gelernt, über das Leben, das nicht nur aus dem besteht, was man anfasAtem, Sudarshan Kriyasen, riechen, hören, schmecken oder sehen kann, und darüber, dass Status und das, was andere Menschen vermeintlich in einem sehen, völlig irrelevant ist.

Doch zurück zum Anfang: Ich kündigte also meinen Job. Der nächste Schritt war es, endlich vegetarisch zu leben. Den Wunsch dazu hatte ich schon lange gehegt, konnte ihn im Berufsstress aber nicht erfolgreich umsetzen. Wie ging es weiter? Ich begann, auf sehr naive Art und Weise zu meditieren. Denn mit Meditation hatte ich zuvor – salopp formuliert – nie etwas am Hut gehabt. Die Quantenphysik war für mich der nächste Schritt, denn als Wissenschaftlerin will erst einmal der Intellekt angesprochen sein. Es folgten Lehrstunden in Autohypnose, Schamanismus und so weiter.

Während all der Jahre öffnete sich langsam und sachte etwas tief in mir, etwas, das ganz allmählich immer stärker wurde (und wird), etwas, das ich als das bezeichnen würde, was wir alle sind. Eine Kraft, die in jedem schlummert und geweckt werden will. Meine Intuition sagt mir, dass es so ist, aber es in Worte zu fassen, ist schwer.

All diese Erfahrungen waren neu und zugleich befremdlich. Auch meine Depressionen, an denen ich damals litt, erfuhren dadurch keine Erleichterung. Ich fühlte mich also keineswegs glücklicher als zuvor oder war überhaupt glücklich. Weit gefehlt. Ich konnte nicht arbeiten, ich verkroch mich in meiner Wohnung, jegliche Art von Hausarbeit war eine Last. Kurzum: Das Leben schien mir eine große Bürde zu sein.

Im Jahr 2011 kam ich dann an einen Punkt, den ich heute als den absoluten Nullpunkt in meinem Leben bezeichnen würde. Ich hatte sogar schon ein Datum im Kopf, an dem ich die „ganze Misere“ beenden wollte. Doch etwas in mir lief weiter, hielt mich über Wasser. In meiner Verzweiflung bat ich Gott, mir ein Boot zu schicken. Ein paar Tage später zeigte mir meine Psychotherapeutin einen Flyer, der zu einem Atemkurs einlud. „Die Kunst des Atmens“ von The Art of Living, das heutige Happiness Programm. Der Kurs sollte in der Nähe stattfinden. Sie fragte mich, ob ich mich ihr anschließen würde. Ich sagte zu, was ich unter „normalen“ Umständen nie getan hätte, denn: „Atmen kann ich ja…“.

Ich besuchte den Kurs und kam auf diese Weise also mit The Art of Living und dem spirituellen Lehrer Sri Sri Ravi Shankar in Berührung. Um ehrlich zu sein, wusste ich gar nicht, was damals passierte, denn ich war viel zu sehr mit mir selbst beschäftigt und in meinem Gedankenkarussell gefangen. Aber die Techniken, die in dem Kurs gelehrt wurden, allen voran die Atemtechnik der Sudarshan Kriya, öffneten viele Ebenen, und ich erhielt einen Zugang zu mir selbst, der mir bis dahin verschlossen war.

Auch Zuhause verfolgte ich die Yoga- und Atemübungen ebenso wie die Meditation. Doch obwohl sie mir guttaten, hörte ich nach einiger Zeit wieder damit auf. Erst als ich noch im selben Jahr schwer krank wurde, begann ich wieder damit. Meine Haut zeigte all den Ekel und die Feindseligkeit, die ich dem Leben gegenüber verspürte, doch nicht nur meine Haut war betroffen. Die Krankheit ging auch nach innen, sodass ich nach und nach weder schmerzfrei laufen, sitzen noch liegen konnte.

Ich begann also wieder, täglich die Sudarshan Kriya zu machen. Die Krankheit war deswegen nicht sofort weg, aber ich konnte besser mit ihr umgehen. Was habe ich daraus gelernt? Alles hängt davon ab, wie ruhig oder gestresst unser Geist ist. Wir glauben stets, unser Körper gibt den Ton an. Doch in Wirklichkeit hat unser Geisteszustand viel mehr Macht, als wir wahrhaben wollen. Denn sind wir gestresst und voller negativer Gedanken, dann werden wir krank, das Leben erscheint eine Last. Sind wir ruhig und gelassen – und genau das passiert, wenn wir die Sudarshan Kriya täglich praktizieren -, dann bleiben wir gesund und können Herausforderungen entspannt und offen begegnen.

Es dauerte gut zwei Jahre, bis ich die Krankheit wirklich in den Griff bekam. Jetzt fühle ich mich gut. Für mich hat das auch viel mit einer gewissen Atem, Sudarshan KriyaZartheit zu tun, mit der ich mir nun selbst immer öfter begegnen kann. Denn achte ich mich selbst, dann sorgt auch das Leben für mich.

Auch heute noch praktiziere ich täglich die Übungen, die ich im oben genannten Kurs gelernt habe. Sie geben mir Kraft und die innere Ruhe, wenn negative Gedanken mich mal wieder zu überwältigen drohen. Auch spirituelles Wissen hilft sehr, den Geist zu beruhigen und die Sehnsucht nach dem zu stillen, was wir in uns selbst suchen. Es sind die alten Schriften, die Sri Sri Ravi Shankar in verdaulichen Portionen, für jedermann und jederfrau verständlich, lehrt, die all die oben erwähnten Fragen beantworten. Nicht durch die Worte selbst, sondern weil die darin enthaltene Weisheit unser Herz zum Schwingen bringt. Dieses Wissen gibt mir die Kraft, weiterzumachen, das Glück in mir selbst zu entdecken, zu mir selbst als der Quelle des Seins zurückzufinden. Denn das Glück liegt nicht in den Dingen, wir selbst sind das Glück.

Ich bin froh sagen zu können, dass ich angekommen bin, auch wenn der Weg weiter beschritten sein will. Ich habe gefunden, wonach ich suchte, denn ich weiß nun, dass ich nach mir selbst gesucht habe. Sri Sri Ravi Shankar spiegelt das, und ich bin dankbar, dass mir das Leben die Chance gegeben hat, in IHM dem süßen Wesen begegnet zu sein, das auch ICH BIN, ja das wir alle sind.

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Dr. Stephanie Egger

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