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Yoga – Reise vom Kopf ins Herz

Jun 11, 2015 at 8:49 AM PST

Das Leben lehrt uns in jedem Augenblick, dass alles immer schon passiert (dass wir Teil des Lebensflusses sind). (Wir glauben nur, die Fäden in der Hand zu haben.) In Wahrheit jedoch tun wir nichts. – (Ashtavakra Gita, Kapitel 4, 40)

Kennt Ihr sie auch diese Tage, an denen einfach alles schief läuft? Ihr steht auf und rutscht gleich schon mal aus. Oder Ihr drückt die Zahnpasta aus der Tube und der gesamte Inhalt kommt Euch entgegen. Oder Ihr trinkt Euren Tee und verschüttet alles. Alles scheint wie verhext. Doch in dem Moment, da Ihr Euch bewusst werdet, dass an dem Tag „der Knopf drin ist“, ist es auch schon vorbei damit. Denn dann seht Ihr den „Knopf“, Ihr lasst ihn sprichwörtlich los, und siehe da: Schon platzt der Knoten, und Ihr seid wieder im Fluss.

Das Gleiche gilt auch für Dinge im Leben, die Ihr unbedingt haben wollt, wie zum Beispiel die nächste Beförderung. Das ist mir vor einigen Jahren passiert. Ich wollte partout den Job haben, den mein Boss hatte, als er in Pension ging. Doch solange ich das wollte, hat es nicht geklappt. Während dieser Zeit flutschte einfach gar nichts, überall schien es zu haken. Diese Phase dauerte einige Monate. Doch irgendwann kam der Moment, da ich keine Lust mehr hatte auf den Job. Ich sagte mir: „O. k., die Beförderung kommt nicht, dann halt nicht. Ist auch o. k.“ Justament dann boten sie mir den Job an. Das war lustig, denn zu diesem Zeitpunkt wollte ich ihn wirklich nicht mehr haben. Ich verließ die Firma.

All das zeigt, dass innere Anspannung und das Festhalten an Dingen dazu führt, dass man innerlich verkrampft. Man hängt unbewusst der Meinung an, man hätte Einfluss auf das, was passiert, dass man schlichtweg der „Macher“ seines Lebens sei. In dem Moment aber, da man freien Herzens loslässt, wird man weicher und akzeptiert – bewusst oder unbewusst -, dass man letztlich nicht derjenige ist, der etwas „tut“, dass man immer schon Teil des Flusses genannt Leben ist.

Dieses WisseYoga-Reise-Kopf-Herz2n vermittelt der spirituelle Lehrer Sri Sri Ravi Shankar unter anderem in seinem Kommentar zur Ashtavakra Gita, einem Dialog zwischen dem Weisen Ashtavakra und König Janaka, der an einem Punkt in seinem Leben angelangt ist, an dem er sich fragt, was eigentlich real ist.

Ich bin sehr dankbar, dass ich mit Art of Living und Sri Sri Teil dieses spirituellen Wissens geworden bin, denn es führt dazu, dass ich achtsamer mit mir selbst umgehe und mich dabei immer besser kennenlerne. Ich werde zum Beobachter meiner selbst, und in dem Augenblick, da wir uns selbst beobachten, werden wir uns bewusst, dass wir viel mehr sind, als das, was uns gerade passiert. Ja, wir erkennen unsere wahre Natur, nämlich die, die sich nie verändert, die gelassen das Spiel des Lebens beobachtet. Dieses Wissen gibt unglaublich viel Kraft, auch die, mal über sich selbst zu lachen und nicht immer alles so ernst zu nehmen.

Doch das spirituelle Wissen allein reicht nicht aus, um Gelassenheit zu entwickeln, da sie letztlich ein stetig andauerndes Projekt ist. Das Projekt „Gelassenheit“. Gelassenheit zu entwickeln und immer weiter an ihr zu feilen, das ist für mich Yoga. Dazu gehören die Asanas ebenso wie Atemübungen und Meditation. All das macht mich unglaublich stark. Nicht zu vergessen, die Macht der Mantras. Chanten von Mantras, wie beispielsweise der Silbe OM, macht nicht nur Freude, es reinigt auch unsere Aura und stärkt unser Energiefeld. Im Sanskrit bedeutet das Wort Mantra „das, was den Geist schützt“. Es sind heilige Silben, zu vergleichen beispielsweise mit der Wirkkraft des Rosenkranzes. Lange Rede, kurzer Sinn: Chanten, ob nun allein oder gemeinsam mit anderen, ist ebenfalls Teil des spirituellen Wegs und hinterlässt einen positiven Abdruck in unserem Geist. Auch damit lernen wir, gelassener mit den Herausforderungen des Lebens umzugehen.

Der Weg des Yoga wird immer mehr zum Teil meines Lebens und erleichtert mir so manche Situation, denn ich kann vieles entspannter sehen. Es wird auch immer leichter anzuerkennen, dass ich nicht wirklich etwas „tue“, sondern alles immer schon bestmöglich und unglaublich liebevoll zum Wohle aller geschieht. Der Verstand kann das nicht greifen, das Herz jedoch weiß von jeher darum.

Das ist meine schönste und größte Herausforderung: Die Reise vom Kopf ins Herz.

Übrigens: Am 21. Juni 2015 feiert die Welt zum ersten Mal den Internationalen Tag des Yoga. Ein toller Anlass, um Menschen für Yoga zu begeistern und ihnen die Wohltaten des yogischen Weges näher zu bringen!

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Dr. Stephanie Egger

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